LBV Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V.


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Vogel des Jahres

Projekte

Der Waldkauz - Vogel des Jahres 2017
Botschafter für alle Eulen und Tiere der Nacht
Mit dem Waldkauz wollen wir für den Erhalt alter Bäume mit Höhlen im Wald oder in Parks werben und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisieren. Gleichzeitig macht der Waldkauz auf alleTiere der Nacht aufmerksam: Man sieht sie nicht oder nur selten, kann sie aber sehr wohl akustisch erleben. Sie haben sich in einer jahrtausendelangen Entwicklung an das Leben im Finstern angepasst. Die nächtlichen Rufe, der lautlose Flug und das Sehen bei fast völliger Dunkelheit begeistern nicht nur Vogelkundler.

Stieglitz/Distelfink (Carduelis carduelis) Foto: Wittig
Da sein Lebensraum und der vieler anderer seiner Artgenossen immer stärker zurückgeht, ist der Stieglitz zum zum
"Vogel des Jahres 2016" gekürt worden.
Er steht für vielfältige und bunte Landschaften, denn er ernährt sich vornehmlich von den Samen zahlreicher verschiedener Blütenpflanzen, Gräser und Bäume.
Bunte Landschaften mit ausreichend Nahrung gibt es jedoch immer weniger, daher ist der Bestand des Stieglitzes in Deutschland in den vergangen Jahren zurückgegangen.
Von 1990 bis 2013 sein Bestand bundesweit um 48 Prozent. Wir gehen davon aus, dass diese Zahlen auch für Bayern Gültigkeit haben.

Stieglitze tragen ein aufällig buntes Gefieder und gehören damit zu den buntesten Singvögeln.
Unverwechselbar ihre rote Gesichtsmaske auf dem ansonsten weiß und schwarz gefärbten Kopf.
Rücken und Brust sind hellbraun, Bauch und Bürzel weiß gefärbt.



Grünspecht - der Vogel des Jahres 2014
Der farbenprächtige Grünspecht hat gut Lachen

Liebevolle Spitznamen und ein ansteckendes Lachen.

Obwohl der Grünspecht so auffällig lacht, ist er von seinem Wesen eher scheu. Wer ihn aus der Nähe ansehen möchte, sollte ausdauernd sein. Beobachten lässt er sich am besten bei seiner routinierten Ameisensuche. Mit seinem kantigen Schnabel bohrt er Löcher in Wiesen und holt seine Leibspeise mit seiner langen Zunge aus dem Boden. Sein farbenprächtiges Gefieder erfreut uns und sorgt für Aufmerksamkeit. Die rote Kappe und die schwarze Augenmaske bescherten ihm schon liebevolle Beinamen wie „Zorro“ oder „der Specht mit der Räubermaske“.

Text aus Pressemeldungen des LBV
Grünspecht Männchen. (F: R. Rößner)


Bekassine, Vogel des Jahres 2013

Lebensraum / Verbreitung
Bekassinen brüten in feuchtem Grünland mit unterschiedlich hoher Vegetation aus bspw. Gräsern, Seggen und Binsen, auf extensiv bewirtschafteten Feuchtwiesen und Nassbrachen. Zwischen der Vegetation kann sie in Deckung gehen, doch gibt es zugleich genug offene, schlammige Bereiche und Flachwasserstellen, wo sie leichter Nahrung findet.

Menschliche Eingriffe in die Brutgebiete gefährden die störungsempfindliche Art sehr. Besonders, dass wir immer mehr Moore und Feuchtgrünland verlieren, bringt die Bekassine in Bedrängnis. Heute sind 95 Prozent der heimischen Moore zerstört und sobald es der Bekassine zu trocken wird, ist sie weg. Dabei hat die Entwässerung zum Torfabbau auch noch dramatische Auswirkungen auf den Klimawandel, da hierdurch weiteres CO2 in die Atmosphäre gelangt.
Die Bekassine ist in Bayern nur regional verbreitet und sehr selten. Der Bestand liegt bei 600 bis max. 900 Brutpaaren. Seit den 1990er Jahren ist das Gebiet, in dem die Bekassine vorkommt, stark geschrumpft. Nur in Gebieten mit aktiven Managementmaßnahmen hat eine positive Entwicklung stattgefunden.
Die Bekassinebewegt sie sich meist geduckt. Dabei kommen ihr der untersetzte Körper und die kurzen Beine zugute. Nur ein geübter Beobachter erkennt die Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen.
Von der Schnabelspitze bis zum Schwanzende misst sie zwischen 23 und 28 Zentimeter. Mit sieben Zentimeternist der Schnabel überproportional lang und gerade und damit ihr auffälligstes Kennzeichen. Die hellen Streifen an Kopf und Oberseite unterscheiden sie von anderen ähnlichen Vögeln wie Schnepfen.

Text aus Pressemeldungen des LBV






Dohle - Vogel des Jahres 2012
(Bild: NABU/F.Derer)


Auf den ersten Blick ist die etwa taubengroße Dohle schwarz. Doch reflektieren ihre Federn das Licht in schillernden Farben. Hinterkopf, Nacken undOhrdecken sind silbergrau. Durch den kurzen Schnabel und Schwanz wirkt die Dohle klein und kompakt. Stechend: Die hellblauen bis weißen Augen. Das Federkleid der Jungvögel ist leicht bräunlich.
Das Dohlenpaar polstert zusammen Höhlen, Nischen, Spalten oder andere Hohlräume mit Zweigen, Moos und sogarüll aus. Ende März legt das Weibchen zwischen 4 - 6 Eier. Brut: 16 - 19 Tage. Nach dem Schlüpfen kümmern sich beide Eltern um die Jungen. Flügge sind sie nach 30 bis 35 Tagen. Dann werden sie noch bis zu vier Wochen von ihren Eltern versorgt.

Allesfresser: Würmer, Käfer, Spinnen, Schnecken, Fallobst, Samen und Getreidekörner, Mäuse, Frösche, gestrandete Fische und menschlicheAbfälle. Zur Aufzucht der Jungvögel sind proteinreiche Insekten besonders wichtig. Dohlen finden ihre Nahrung meist am Boden auf Äckern, kurz gehaltenen Wiesen oder in städtischen Grünanlagen.

Dohlen im Kirchturm von St.Johannis, Burgfarrnbach.
Insgesamt sind 5 Dohlenbrutkästen (in den Maßen: L = 1m, H = 0,5m, B = 0,5m) im Turm angebracht. Im zeitigen Frühjahr beginnen die Dohlen mit dem Eintragen von Nistmaterial. Die Einflugschlitze werden von unten angeflogen, was zur Folge hat, dass der Kirchplatz während der Periode des Nestbaues mit Nistmaterial, bis zu Daumendicken Ästen, übersät ist. Der Eintrag von Nistmaterial kann bis zu 20 cm Hoch sein. Das Nistmaterial muß nach der Aufzuchtperiode der Jungen, im Spätherbst wieder entsorgt werden. Ja, es ist schön das flügge werden der Jungdohlen zu beobachten, aber mit sehr viel Arbeit verbunden.
Interessenten sind herzlich eingeladen, bei der Pflege des Fortbestands der Dohlenpopulation tatkräftig mitzuhelfen.
Schauen Sie mal vorbei bei einer der nächsten Monatsversammlungen, der
LBV Kreisgruppe Fürth.
Tagungslokal: Gaststätte "Rotes Roß", Fürth-Unterfarrnbach, Unterfarrnbacher Str.186 (immer der letzte Montag im Monat).
(Bild: NABU/F.Derer)







Vogel des Jahres 2011 - Der Gartenrotschwanz
(Bild: Blickwinkel McPhoto)

Lebensraum Streuobstwiese ist bedroht

Er ist einer der schönsten Vögel Deutschlands. Doch in Bayern ist er seit 1975 um ca. 50 % zurückgegangen. Die Gründe: immer weniger Streuobstwiesen bei uns, aber auch Klimawandel und illegaler Vogelfang. Und so ist er in den allermeisten bayerischen Gärten nicht mehr anzutreffen. Darum: Helfen wir dem Gartenrotschwanz!
Gerade wo er heute noch brütet – und die Umgebung - sollte landschaftlich erhalten werden. Das sind v.a. Streuobstwiesen mit hochstämmigen Obstbäumen. Denn hier findet der Gartenrotschwanz ein ausreichendes Angebot an Nisthöhlen und Insekten. Pflege, Erhalt und Neuanlage von Streuobstwiesen hilft Gartenrotschwanz und anderen.

Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz, haben den

Habicht zum „Vogel des Jahres 2015“

gekürt, um so auf die Problematik der illegalen Greifvogelverfolgung aufmerksam zu machen.
Jeder „Vogel des Jahres“ ist Botschafter für ein aktuelles Naturschutzproblem. Beim Habicht ist es die illegale Verfolgung von Greifvögeln in Deutschland. Abgeschossene, vergiftete oder gefangene Habichte sind nach wie vor trauriger Alltag, obwohl die Jagd auf ihn seit den 1970er Jahren verboten ist. Von 2004 bis Mitte 2014 sind bundesweit mehr als 680 Fälle illegaler Greifvogelverfolgung dokumentiert worden. Dabei wurden mindestens 1.130 Greifvögel und Eulen gefangen, verletzt, getötet, abgeschossen oder in ihren Bruten gestört. Dabei muss von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden. (Bild: W. Lorenz)

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